17.02.2017

Gemeinsame Presserklärung

Neue Flächen in Melsdorf  für Unternehmen

Entwicklung eines 20 Hektar großen interkommunalen Gewerbegebiet

Die Gemeinde Melsdorf und die Landeshauptstadt Kiel entwickeln in Melsdorf ein interkommunales Gewerbegebiet mit einer Gesamtgröße von rund 20 Hektar Bruttobauland. In 2018 werden bereits die ersten Betriebsstätten stehen.

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, zugleich Wirtschaftsdezernent der Landeshauptstadt Kiel, betonte: „Kiel ist eine wachsende Stadt in vielen Bereichen – außer bei der Fläche. Dabei benötigen wir dringend neue Gewerbeflächen in der Stadt und der Region. Dass Melsdorf und Kiel nun eine Partnerschaft auf Augenhöhe eingegangen sind und dieses Gewerbegebiet gemeinsam entwickeln, ist ein gutes Vorbild für mögliche andere Partnerschaften. Mit der interkommunalen Zusammenarbeit stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit, sie ist ein Schub für die Wirtschaftskraft der Kiel-Region.“

Anke Szodruch, Bürgermeisterin von Melsdorf ergänzte: „Wir Melsdorferinnen und Melsdorfer freuen uns über die gelungene Kooperation mit der Stadt Kiel und die große Unterstützung, die wir durch die Förderung des Landes Schleswig-Holstein erfahren. Die vielen Arbeitsplätze die hier dauerhaft in Melsdorf entstehen werden zeigen eindrucksvoll, dass sich im partnerschaftlichen  Zusammenwirken aller Beteiligten viel Positives für die Menschen vor Ort und in der Region bewegen lässt.“

Das Plangebiet liegt direkt an der westlichen Stadtgrenze von Kiel. Es ist aufgrund seiner Lage im Kreisgebiet mit direktem räumlichen Bezug zur Landeshauptstadt und der Anbindung an den überregionalen Verkehr über die A 210 optimal für die Ansiedlung von Unternehmen geeignet.
Die Vermarktung der Flächen übernimmt die KiWi, Kieler Wirtschaftsförderung zusammen mit der Gemeinde Melsdorf. Gut 14 Hektar Nettobauland stehen den Unternehmen zur Verfügung.

Bereits um die 15 Unternehmen außer- und innerhalb der Kiel Region sind an dem Standort interessiert. Die nachgefragten Grundstücksgrößen liegen durchschnittlich bei ca. 10.000 m².
„Rund 600 Arbeitsplätze werden langfristig im interkommunalen Gewerbegebiet neu geschaffen oder in der Region erhalten bleiben“, freute sich Werner Kässens, Geschäftsführer der Kieler Wirtschaftsförderung. „Die Arbeitsplätze bleiben hier in der Region und die Unternehmen vor allem aus dem produzierenden Gewerbe verbessern ihre Wettbewerbs-fähigkeit “, so Kässens weiter.

Für die Erschließung des Gebiets werden vom Land Schleswig-Holstein Fördermittel in Höhe von 995.000 Euro aus der Infrastruktur-Förderung (GRW) zur Verfügung gestellt. Die Summe entspricht 25 Prozent der förderfähigen Kosten von rund 3,9 Millionen Euro – insgesamt investieren Land, Stadt und Gemeinde 7,1 Millionen Euro in das Projekt.

 „Die Investition sichert und schafft knapp 600 Arbeitsplätze in der Region“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer.

Geplant ist, die verkehrliche Haupterschließung des Gewerbegebietes mit Hilfe eines Knotenpunktes direkt an die Kreisstraße K4 anzubinden. Das Gebiet wird durch die Lage der Erschließungsstraße so strukturiert, dass sich der südliche Teil des Gewerbegebietes aufgrund der größeren Grundstückstiefen für größere Grundstücke eignet, während der nördliche Teil wegen überwiegend geringerer Grundstückstiefen für kleinere Grundstücksflächen vorgesehen ist. So wird ein Flächenangebot geschaffen, das die Bedarfe von kleinen und mittleren Unternehmen ebenso deckt wie im Einzelfall von Großunternehmen.

Die räumliche Gliederung des Gewerbegebietes lässt verschiedene Nutzungsintensitäten zu. Insofern wird, insbesondere unter dem Aspekt der entstehenden Immissionen, für ein verträgliches Nebeneinander der Gewerbe- und der Wohnnutzung gesorgt. Die Erschließung soll komplett in einem Bauabschnitt realisiert werden und bis Dezember 2017abgeschlossen sein.

Hintergrund:

Die Entwicklung des Interkommunalen Gewerbegebietes Rotenhof ist ein Leitprojekt des im Rahmen des REK („Regionales Entwicklungskonzept Kiel Region“) seit 2014 formal installierten Planungsdialoges KielRegion. Ziel dieses Planungsdialoges ist es, regional bedeutsame Gewerbeflächen zu entwickeln und bis zur Vermarktungsreife zu begleiten. Dementsprechend hat das geplante Gewerbegebiet Rotenhof den Status eines „überregional bedeutsamen Gewerbegebietes“ erhalten und erfährt eine breite Unterstützung aller  relevanten Akteure, so der verschiedenen Planungsstellen und  Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Kiel Region, der Industrie- und Handelskammer zu Kiel und der beteiligten Kommunen.
Die Entwicklung eines Interkommunalen Gewerbegebietes in Melsdorf wird ebenso vom Land Schleswig-Holstein unterstützt. So befürwortet die im Rahmen des REK-Prozesses beteiligte Landesplanung ausdrücklich die interkommunale Zusammenarbeit und begleitet den Planungsprozess entsprechend aktiv, um landesplanerische Ziele umzusetzen.  

Fotos:

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer übergibt den Förderbescheid an den Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und die Melsdorfer Bürgermeisterin Anke Szodruch

 

Die Projektpartner Land, Stadt und Gemeinde mit den Wirtschaftsförderern direkt auf dem neuen interkommunalen Gewerbegebiet in Melsdorf. Von links: Kai Lass – Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde, Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, Anke Szodruch – Bürgermeisterin von Melsdorf, Ulf Kämpfer – Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel, Werner Kässens – KiWi, Kieler Wirtschaftsförderung, Christian Jöhnk – Amt Achterwehr, Einar Rubin – KiWi, Kieler Wirtschaftsförderung